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Neuwittenbeker Floorballer verpassen Viertelfinaleinzug

UHC Sparkasse Weißenfels II – TSV Neuwittenbek 5:3 (0:0, 3:1, 2:2)

Weißenfels Ein letztes Mal in diesem Jahr ging es für die Floorballer des TSV Neuwittenbek auf Reisen. Früh am Morgen des vergangenen Samstags machte sich der Zweitligist auf in die deutsche Floorballhochburg Weißenfels in Sachsen-Anhalt. Dort wartete im Pokal-Achtelfinale der Regionalligist UHC Sparkasse Weißenfels II.

Auch wenn der Gegner „nur“ ein Regionalligist ist, so reiste man trotzdem gewarnt an. Die 2. Mannschaft des deutschen Serienmeisters ist keinesfalls zu unterschätzen. Viele junge aufstrebende Talente werden dort für die Bundesliga ausgebildet und komplettiert wird das Team von einigen ehemaligen Bundeliga Profis. Darüber hinaus war der Gastgeber bis dato ungeschlagen in allen Wettbewerben.

So sollte sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln. Im ersten Drittel tasteten sich beide Teams zunächst ab und waren vor allem bemüht defensiv keine Fehler zu machen. Offensiv wurde wenig gewagt und die wenigen Fernschüsse, welche auf beiden Seiten vereinzelt abgegeben wurden, konnten von den Goalies problemlos entschärft werden. So war es nicht verwunderlich, dass es mit einem 0:0 in die erste Pause ging.

Das zweite Drittel begann wesentlich schwungvoller. Vor allem die Gäste aus dem Norden machten nun mehr Druck und kamen zu guten Abschlüssen. Dass Sven Traulsen in der 25. Minute mit einem satten Fernschuss zur Führung einschoss, war die Belohnung für den neuen Offensivgeist. Wer jedoch zu offensiv angreift, der wird anfällig in der eigenen Defensive. Befeuert von der Führung machten die Männer vom Kanal weiter Druck, belohnten sich aber nicht für die Mühe. Vielmehr ließ man sich in der 30. Spielminute zweimal auskontern und lag plötzlich mit 2:1 hinten. Dadurch verunsichert mehrten sich die Fehler bei den jungen Spielern des TSV. Die Hausherren hingegen gewannen durch die Führung mehr Sicherheit und griffen nun beherzter an. Das zahlte sich aus. In der 32. Minute konnte Franz Hartges den Ball zwar gerade vor der Linie klären, stand dabei jedoch im Schutzraum, was mit einem Penalty für den UHC bestraft wurde. Dieser wurde vom Spieler des Tages auf Seiten der Weißenfelser, Johannes Tauchlitz (3 Tore 1 Assist) sicher verwandelt. Trotz einer Leistungssteigerung musste man mit einem 3:1 Rückstand ins letzte Drittel gehen.

In der Kabine schwor man sich auf die letzten 20 Minuten Floorball in diesem Jahr ein und setzte zu Beginn des Drittels gleich ein Ausrufezeichen. Jan Bassen setzte den Weißenfelser Aufbau unter Druck, den Fehlpass ergatterte sich Jannik Drews, welcher den Ball direkt wieder in die Mitte ablegte. Hier verwandelte Jan Bassen mit einem direkten Schlagschuss zum 3:2 Anschlusstreffer erzielte. Das Ganze war 25 Sekunden nach Wiederanpfiff. Im Weiteren folgte eine umkämpfte Partie. Das Spiel war geprägt von vielen Zweikämpfen und wenig Abschlüssen. Zudem waren beide Goalies gut aufgelegt und hielten, was es zu halten gab. Der Regionalligist aus dem Osten spielte voll auf Augenhöhe und verteidigte sehr robust, wodurch den

Nordlichtern nur noch wenige Abschlüsse gelangen. In dieser Phase ging dem TSV vor allem die Geduld abhanden. Anstatt ruhig Aufzubauen und auf die Chance zum direkten Abschluss zu warten, mehrten sich die Einzelaktionen, welche definitiv das falsche Rezept waren. Diese fehlende Geduld wurde prompt bestraft und das Heimteam erzielte die 4:2 Führung. Dies sorgte natürlich für noch mehr Unruhe im jungen TSV Team. In der 54. Minute kam es folgerichtig zu einem Wechselfehler, welchem eine 2-Minuten Zeitstrafe folgte. Der UHC wusste diese Überzahl zunächst nicht zu nutzen. Leichtfertig verloren sie den Ball an Tjorven Dethlefsen, welcher mit einem langen Ball Felix Siegmon in Szene setze. Dieser legte den hohen Ball mit einer Berührung am gegnerischen Torwart zum 4:3 Anschlusstreffer vorbei. Doch die Freude währte nicht lange. Nur wenige Sekunden später wurde die Überzahl der Weißenfelser doch genutzt und zum erneuten Zwei-Tore-Vorsprung abgeschlossen. In den letzten Minuten warfen die Männer vom Kanal alles nach vorne und nahmen zum Schluss sogar Goalie Nils Jöhnk vom Feld, um mit einem Feldspieler mehr noch einmal alles zu probieren. Doch die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen und ziehen verdient ins Viertelfinale ein. Für die Neuwittenbeker ist somit wieder im Achtelfinale Schluss und man kann und wird sich nun wieder voll auf die Liga konzentrieren. Nach Weihnachten und Silvester geht es am 10.01.2015 direkt weiter. Zuhause erwartet man Blau- Weiß Schenenfeld zum Nordderby.

Trainer Daniel Kunze: „Wir haben heute gegen eine zweitligareife Regionalligamannschaft gespielt. Es stand enorme Erfahrung auf dem Platz und so wurde beinah jeder kleine Fehler eiskalt ausgenutzt. Mit der gezeigten Leistung bin ich dennoch zufrieden. Nur in der Offensive müssen wir noch einen Tick konsequenter werden.

Sebastian Bassen

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