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Krimi in Berlin

BAT Berlin II – TSV Neuwittenbek 5:7 (1:2;2:2;2:1;0:0;0:2)

Berlin/Neuwittenbek Am vergangenen Samstag begann für die Floorballer aus Neuwittenbek nach langer Sommerpause wieder die Pflichtspielsaison. In der ersten Runde des Stena-Line-FD-Pokals ging die Reise nach Berlin zur zweiten Mannschaft von BAT Berlin. Gegen den Berliner Regionalligisten, welcher zwar einige ehemaligen Bundesligaspieler in seinen Reihen hat, ging man als Favorit in die Partie.

Auf Grund von Verletzungen oder schulischen Verpflichtungen konnten gleich mehrere Stammkräfte die Reise nicht mit antreten (Sascha Kaliebe, Christoph Sieling, Kristoffer Zinke, Franz Hartges, Felix Siegmon und Nils Jöhnk fehlten), sodass Trainer Kunze bei der Aufstellung etwas improvisieren musste.

Das Spiel begann auf beiden Seiten zunächst leicht nervös und zurückhaltend. Beide Teams waren auf einen ruhigen Aufbau und eine stabile Defensive bedacht. Ab der 5. Spielminute kam jedoch Schwung in die Partie. Fynn Traulsen versenkte einen Fernschuss im rechten Winkel. Die Führung hielt jedoch nur einige Sekunden, bis der Ex-Bundesligaspieler Jan Kratochvil nach schnellem Konter den Ausgleich erzielte. Trotzdem spielten die Männer vom Kanal anschließend zielstrebiger nach vorne. Hochkarätige Chancen konnten aber nicht erarbeitet werden. Erst in der 17. Minute staubte Kapitän Jannik Drews ab, nachdem der Berliner Goalie einen Schuss von Sebastian Bassen nur nach vorne abprallen ließ. Mit dieser 2:1 Führung ging es in die erste Pause.

Die zweiten zwanzig Minuten begannen die Neuwittenbeker konzentrierter und kontrollierten das Spiel. Zudem wurden nun auch mehr Chancen erarbeitet. Moritz Marschke nutzte einer der ersten zur 3:1 Führung in der 25. Minute. Doppeltorschütze Fynn Traulsen konnte in der 30. Minute einen schnellen Gegenstoß zum 4:1 vollenden. Nun war man im Spiel und setzte den Gegner gut unter Druck. Doch als Krachtovil in der 33. Minute nach einen Freischlag den Anschlusstreffer markierte, ging der Faden im Spiel der Neuwittenbeker verloren. Zwei Minuten später musste man sogar den 4:3 Anschluss der Hauptstädter hinnehmen.

Zu Beginn des letzten Drittels fanden die Männer aus dem Norden wieder besser in die Spur. Man stand defensiv gut und ließ kaum Chancen zu. Im Aufbau agierte man überwiegend ruhig. Nur das Angriffsspiel lahmte nach wie vor etwas. Der Regionalligist war defensiv gut organisiert und den Neuwittenbekern fehlte die zündende Idee. So war es einem Fehler eines Berliner zu verdanken, dass man in der 51. Minute wieder in Führung gehen konnte. Dieser hatte versucht sich vor dem eigenen Tor mittels einer schnellen Drehung aus der Bedrängnis zu befreien. Jannik Drews bekam jedoch die Kelle dazwischen, sodass der Ball ins Berliner Tor kullerte. Die laufstarken Berliner bewegte dies dazu aggressiver zu spielen und das eigene Angriffsspiel mehr zu forcieren und der TSV verwaltetete die Führung nur noch. Dies stellte sich schnell als Fehler heraus. In der 52. Minute erzielte Berlin den 5:4 Anschluss. Bis kurz vor Ende des Drittels gelang es den Gästen aus dem Norden die knappe Führung zu verteidigen. In der letzten Minute nahmen die Hausherren ihren Goalie raus und ersetzen ihn durch einen sechsten Feldspieler. Die so entstandene Überzahl nutzte erneut Kratochvil, welcher einen flachen Fernschuss 22 Sekunden vor Ende im Tor unterbringen konnte.

So ging es in eine 10-minütige Verlängerung im Sudden-Death-Modus. Das goldene Tor erzielte jedoch keines der beiden Teams. In der Verlängerung übernahmen die Gäste zwar wieder das Spiel, kamen aber nicht zu zwingenden Abschlüssen. Deshalb musste der Sieger also im Penaltyschießen ermittelt werden.

Berlin musste vorlegen und scheiterte im ersten Versuch an Nachwuchsgoalie Marten Zädler. Doch auch Henrik Jöhnk konnte den ersten Neuwittenbeker Penalty nicht im Tor unterbringen. Die zweite Runde brachte ebenfalls keine Tore. Zädler parierte erneut und Fynn Trauslsen scheiterte am Berliner Goalie. Auch den dritten Berliner Penalty konnte Zädler abwehren. Neuwittenbeks 3. Schütze Sebastian Bassen erzielte dann endlich das erste Tor. Nachdem Zädler den Kasten weiterhin sauber hielt und Drews verwandelte war die Partie vorbei. Neuwittenbek zieht mit etwas Glück, aber insgesamt nicht unverdient in die 2. Runde ein.

Am kommenden Samstag beginnt dann auch die Saison in der 2. Bundesliga. Neuwittenbek empfängt um 16:15 Uhr in der Sporthalle am Schulzentrum in Gettorf den Vorjahres Ersten der Liga Bremen.

Trainer Daniel Kunze: „Ich bin mit der offensiven Leistung durchaus zufrieden, auch wenn einige Abläufe noch nicht ganz ineinander griffen. Es mussten heute mit Ole Jensen und Fynn Traulsen zwei Offensivkräfte in der Verteidigung aushelfen. Deren Schnelligkeit und Ballsicherheit hat uns vorne etwas gefehlt.
In der Verteidigung haben uns Jan Kratochvil und Tim Hahmann mit ihrer Bundesligaerfahrung immer wieder vor Probleme gestellt. Nach meinem Geschmack zu häufig, aber gerade unsere Nachwuchsspieler konnten wichtige Erfahrungen sammeln und mit einem positiven Gefühl in die Saison starten.“

Sebastian Bassen

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